[Fünftes Update] Selbstversorger-Balkon – Die Biester kommen

Mein letztes Update liegt etwa sechs Wochen zurück. Hier könnt ihr euch noch einmal die Entwicklung meines Balkongrüns anschauen. Jetzt ist es aber dringend Zeit, euch auf den neuesten Stand zu bringen!

Was bisher geschah…

Das schwankende Wetter hat mich ordentlich auf Trab gehalten. Grundsätzlich habe ich morgens (direkt mit dem ersten Kaffee) und abends (vor dem Schlafen gehen) nach den Pflanzen gesehen. Mindestens morgens habe ich dann auch gegossen, an den heißen Tagen entsprechend zweimal. Einmal in der Woche habe ich gedüngt. Dazu habe ich mein Granulat in einer alten Wasserflasche mit Wasser verdünnt. Das gärt und stinkt bei den warmen Temperaturen, aber ich habe das Gefühl, dass die Pflanzen es so schneller aufnehmen. Hier nochmal das Bild vom letzten Update zur Erinnerung, wie es bei mir aussah:

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Zwischenzeitlich habe ich dann auch schon Gurke und Zucchini ernten können. Davon zeige ich euch am Schluss ein Bild. Oben set ihr auch noch die winzigen Töpfe meiner Tomaten. Dem habe ich mich als nächstes angenommen.

Die Veränderungen

Dank der vielen Sonne und meinem Gießen wuchsen die Tomaten immer weiter. Ich hatte auch ein Experiment gestartet: ein Topf durfte behütet und in schöner Sonne auf meiner Fensterbank wachsen und die anderen waren Wind und Wetter ausgesetzt. Fazit: Das ist den Tomaten ziemlich egal, sie wachsen trotzdem. Wichtig sind Sonne und Wasser. Der viele, teils sturmartige Wind hat ihnen nichts ausgemacht. Bald schon war aber klar: die Töpfe sind viel zu klein.

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Die Blätter wurden schlapp, trotz gießen. Und, wie links zu sehen, die Pflanzen wurden einfach zu groß. Die Stängel bogen sich und fanden keinen Halt mehr. (Das Gelbe sind übrigens die ersten Blüten!) Also zog ich mal wieder los zum Baumarkt und kaufte Töpfe, Erde und, zum ersten Mal, Tongranulat.

Ihr seht im Übrigen ganz richtig: Ich habe die Pflanzen im Wohnzimmer umgetopft. Zum einen ist mein Balkon tatsächlich mittlerweile so voll, dass ich schlecht auf dem Boden sitzen kann. Und zum anderen kann ich drinnen einfacher sauber machen – ja, schräger Gedanke.

 

Den Tomaten tat es sichtlich gut. Nachdem ich sie in der neuen Erde gut angegossen hatte, konnte ich schon nach wenigen Stunden beobachten, wie sie sich aufrichteten. Ich hab jetzt insgesamt vier Tomatentöpfe mit fünf Pflanzen drin. Sie sind unterschiedlich stark, aber auch die letzte hat vor wenigen Tagen die ersten Blüten bekommen.

Aber leider bereiten mir meine Gurke und meine Paprika dafür Kummer. Vor allem die Gurke. Sie wurde von echtem Mehltau befallen. Das ist so eine Art Parasit, der seinen Wirt gerade soviel aussaugt, dass dieser noch lebt, aber eben nur schwach. Mehltau sieht, wie der Name schon sagt, wie Mehlstaub auf den Blättern und Stängeln aus. Ich habe kurzerhand radikal abgeschnitten. Nur das Stück, an dem noch eine Gurke kommt, durfte bleiben. Ganz ehrlich? Beim Blick auf die Gurke wird mir das Herz sehr schwer und ich hatte schon Tränen in den Augen. Sie war so stark die ganze Zeit über und wurde jetzt so bestraft. Zumal die Gurken echt lecker schmecken (zwei konnte ich schon ernten), viel besser, als die gekauften!

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Tja, und die Paprika hat Blattläuse bekommen, kurz nachdem ich die erste Frucht ernten durfte. Ich hab sie sofort eingesprüht und ich denke, wir haben den Angriff überstanden. Das, was ihr auf dem Bild seht, ist nach dem Einsprühen. Ich müsste mal das tote Biestvieh wegwischen. Ihr seht da auch neue Blüten. Mal sehen, ob noch einmal was wächst. Eine Paprika hängt ja noch dran.

Wie geht es weiter?

Abgesehen davon liebe ich meinen Balkon sehr. Er ist unheimlich vollgestellt mit den vielen Töpfen, aber für mich ist noch Platz. Und wenn ich Besuch habe, tja nun, das geht schon irgendwie. Aber es sieht einfach so schön aus! Ich quieke immer noch, wenn neue Blüten oder neue Knospen kommen. Manche haben das vielleicht auf instagram mitbekommen, als ich vom ersten gelben Fleck auf der Paprika oder den ersten Erdbeeren erzählt habe. Und die Zucchini kennt kein Halten mehr. Hach, bei dem Anblick geht mir das Herz auf!

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Unten seht ihr mal einen Teil der geernten „Früchte“. Die Gurke ist, wie gesagt, sehr lecker. Die Erdbeeren sind unglaublich süß, so dass mir meist schon zwei reichen. Perfekt zum Naschen also. Die Zucchini schmeckt angebraten sehr gut, nur die Paprika ist nicht so lecker gewesen. Irgendwie leicht bitter. Nächstes Jahr versuche ich es mal mit einer roten.

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Und heute morgen hat mir eine Tomatenpflanze eine tolle Überraschung geboten. Sie trägt eine erste Frucht. Hab ich schon gesagt, dass ich bei sowas vor Freude quieke? Wie eine Mutter, wenn ihr Kind laufen lernt… Es ist aber auch schön. Beides.

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