[Gekocht] Käsepolenta mit Tomatenpilzen

Nach einem doch eher mühsamen Tag am Schreibtisch wollte ich mich mit einem leckeren Essen belohnen. Da ich aber furchtbar unkreativ in Sachen Kochen bin und keine Lust auf meinen Standard hatte, schlug ich mal mein Kochbuch auf. Schnell entschloss ich mich, zum ersten Mal in meinem Leben Polenta zu kochen. Das Ergebnis wollte ich mit euch teilen.
Aber erstmal das Rezept:


Für 4 zum Sattessen (aus  Vegetarian Basics von GU)


1/2l Gemüsebrühe
1/2l (fettarme) Milch
200g feiner Maisgrieß (Polenta)
150g Taleggio, Fontina oder Montasio [Anm.: das ist Käse]
1 EL Butter
Salz, Pfeffer aus der Mühle

   Für die Pilze:

500g Champignons oder Egerlinge
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1/4 Bund Thymian
2 EL Olivenöl
1Dose geschälte Tomaten (400g)
Salz, Pfeffer aus der Mühle



Schritt 1: Für die Polenta die Brühe mit der Milch in einem [möglichst großen!] Topf zum Kochen bringen. Maisgrieß einrühren, Hitze ganz klein schalten und den Grieß ein paar Minuten rühren. [Ich habe dazu den Topf kurz vom Herd genommen, da die Milch beim Aufkochen hochschäumt.] Dann Deckel auflegen und die Polenta 20 Minuten quellen lassen. Dabei immer mal wieder den Deckel abheben und die Polenta umrühren.

Schritt 2: Zwischendurch aber vor allem auch die Pilze zubereiten. Pilze mit feuchtem Küchenpapier abreiben, die Stielenden abschneiden, die Pilze vierteln, Zwiebel und Knoblauch schälen und frein würfeln. Den Thymian abbrausen und trockenschütteln, die Blättchen von den Zweigen abstreifen. [Ich habe statt des frischen Thymians eine Gewürzmischung „Kräuter der Provence“ benutzt, da ist auch Thymian drin.]

Schritt 3: Öl im Topf erhitzen, Pilze einrühren und ein paar Minuten anbraten. [Bis es brutzelt und schön duftet. Die Pilze werden leicht bräunlich.] Thymian, Zwiebel und Knoblauch dazugeben und kurz weiterbraten. Die Tomaten in der Dose kleiner schneiden und mit dem Saft dazuschütten. Pilze mit Salz und Pfeffer würzen, Hitze klein schalten, Deckel auflegen und die Pilze etwa 10 Minuten schmoren.

Schritt 4: Zurück zur Polenta: Käse in kleine Würfel schneiden, Butter auch. Beides unter den Maisbrei rühren. [Ich habe geriebenen Emmentale benutzt, etwa eine gute Handvoll. Dazu gabs bei mir Margarine.] Deckel wieder auflegen und noch einmal ein paar Minuten erwärmen, bis der Käse schmilzt. Durchrühren, mit Salz und Pfeffer würzen und mit den Pilzen auf den Tisch stellen.

Wie es mir dabei ergangen ist: Das Ganze dauert ungefähr 30 Minuten. Die Schritte sind zeitlich abgestimmt, so dass man nicht in Hektik gerät, weil das eine schneller fertig ist, als das andere. Ich habe natürlich die Mengen auf eine Person heruntergekürzt, außer die Polenta, da ich noch was für die nächsten Tage haben wollte. Die Polenta ging erstaunlich hoch und mein Topf war fast zu klein. Ich denke, mit einem größeren Topf wird es leichter und es klebt auch nichts am Boden fest. Unbedingt einen würzigen Käse benutzen, da Polenta an sich relativ geschmacksarm ist!! Meine Variante mit dem Reibekäse fand ich aber praktisch, weil der Käse so schneller schmilzt. Die Pilze habe ich noch um Mais und Paprika ergänzt, da ich davon noch etwas im Kühlschrank hatte.
So sah das Ergebnis dann aus:

Sieht ziemlich matschig aus, aber es war sehr lecker! Vor allem die Pilze waren schön tomatig-saftig und würzig. Die Polenta ist mal eine nette Alternative, aber nichts für zwischendurch und Schnell-mal-gekocht. Nicht ganz so anspruchsvoll wie Risotto, aber ein wachsames Auge auf den Topf schadet nicht.
Zu diesem Teller gab es noch einen leckeren Feldsalat mit Mozzarella, Paprika, Mais und Cherrytomaten.

Das nächste Mal will ich Polenta mal anbraten. Aber die Tomatenpilze merke ich mir! So gut habe ich das bislang noch nicht hinbekommen. Wie nennt man das? Ein Sugo, ein Ragout? Definitiv ein Schmaus.
Und für die Figurbewußten: Eine Portion des Essens (ohne Salat) hat etwa 485 Kalorien.

Guten Appetit!

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