[Gelesen] Adrian McKinty – Ein letzter Job

Dank vorablesen.de habe ich dieses Buch zugeschickt bekommen. Für jene, die die Internetseite noch nicht kennen: auf vorablesen kann man nach Registrierung Proben von noch nicht veröffentlichten Romanen lesen, einen kurzen Leseeindruck schreiben und mit etwas Glück wird man auf dem Topf der Leseeindrücke gezogen und bekommt eines von 100 Exemplaren des Buches. Man muss das Buch dann nur innerhlab von 3 Wochen lesen und eine Rezension auf der Interneseite hinterlassen. Das ist alles. Als Leseratte ist das natürlich eine tolle Sache!
Nun aber zum Buch:


Verlag: Suhrkamp Verlag
Seiten: 396
Preis: 14,99 Euro
Genre: Krimi













Klappentext: Es ist der Job seines Lebens. Für eine halbe Million Pfund soll Killian die Ex-Frau eines einflussreichen Unternehmers aufspüren. Ein Kinderspiel für ihn – normalerweise. Aber Rachel ist schwerer zu fassen, als er dachte. Eine atemlose Jagd quer durch Irlan beginnt. Als dann ein russischer Killer ins Spiel kommt, wird Killian klar, dass es um mehr geht als eine Familienangelegenheit. Er muss sich entscheiden, auf wessen Seite er steht.
Erster Leseeindruck: Mein erster Leseeindruck war ja geprägt von der Leseprobe, die bei vorablesen eingestellt war. Demnach hatte ich den Eindruck -ohne Kenntnis des Klappentextes-, dass Rachel die Hauptrolle spielt und die Geschichte aus ihrer Perspektive erzählt wird. Gleich auf den ersten Seiten startet sie schließlich ihre Flucht, verfolgt von kaltblütigen Killern. Das Tempo war sofort rasant, spannungsgeladen und versprach eine aufregende Hetzjagd.

Fazit: Ich habe das Buch in wenigen Tagen verschlungen. Und wäre ein Pulsmessgerät an meinem Handgelenk angeschlossen gewesen, hätte es vermutlich alarmierend gepiept. Denn ich hielt immer wieder die Luft an und fühlte mich von der Geschichte mitgerissen. Mein Puls raste mit den Figuren durch Irland.
Anders als mein erster Eindruck es mir vermittelte, wird die Geschichte nicht allein aus Rachels Perpektive geschildert. Tatsächlich ist Killian die Hauptfigur: ein gealterter Gangster, der mithilfe seiner Redekunst die Opfer aufspürt und erledigt. Aber da ist auch Markow, der russische Auftragskiller. Und natürlich Rachel. Zwischen diesen Perspektiven wird flüssig gewechselt, so dass der Leser einen umfassenden Einblick in die Geschichte bekommt. Das ist nicht so verwirrend, wie es vielleicht erscheint, sondern erhöht die Spannung um einige Grade. Denn dank der Perspektivwechsel sind die Motivationen der verschiedenen Figuren verständlicher und man fiebert irgendwie immer mit, egal auf welcher Seite man sich gerade befindet.
Der Schreibstil ist demnach sehr flüßig, bildlich und spannungsgeladen. Adrian McKinty gelingt es ausgezeichnet, die düstere Stimmung vom Cover in die Handlung zu ziehen. Gewürzt mit einer Prise Humor, wird das eigentlich ziemlich ernste und manchmal auch politische Thema gut verdaulich und interessant.

Der Roman wird als Kriminalgeschichte angepriesen. Ein Krimi im klassischen Sinne ist es allerdings nicht. Es ist vielmehr so etwas wie ein Roadmovie, eine Hetzjagd quer durch Irland. Die anfänglichen Geheimnisse und Rätsel werden relativ schnell aufgelöst, was aber nicht das Tempo und die Spannung aus der Handlung herausnimmt. Tatsächlich gibt es nur nach etwa 2 Dritteln der Geschichte einen kleinen Ruhepunkt, in der ein Teil der Figuren kurz Luft schnappen kann. Aber der Leser spürt das Brodeln unter der Oberfläche und bleibt in Habacht-Stellung. Gut so! Denn zum Schluss nimmt die Geschichte wieder an Fahrt auf bis zum offenen Ende. Ich mag offene Enden nicht, aber dieses hat mich erleichtert auflachen lassen. Das hat der Autor wirklich geschickt gelöst. Die ganzen Verstrickungen hätten ein eindeutiges Ende vielleicht hilflos und unüberlegt aussehen lassen.

Ich bin von diesem Roman und vom Autor restlos überzeugt. Adrian McKinty hat noch eine Trilogie geschrieben, die ich mir nun mal genauer ansehen werde!

5Eulen

Für Fans von: Dean Koontz, Jacques Berndorf, James Bond (Ian Fleming)

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