[Gelesen] Angelika Schwarzhuber–Liebesschmarrn und Erdbeerblues

Dieses hübsche Buch hatte ich bei Lesegiraffe gewonnen. Und da es zu meiner LeseChallenge gehört, habe ich es nun flott gelesen! Warum dachte ich eigentlich, dass es ein Krimi sei?
S7300025 (2)

 
Verlag: blanvalet Verlag
Seiten: 333
Preis: ca. 10 Euro
Genre: Chick-Lit/Liebesroman

 

 

 

 

KLAPPENTEXT Michi ist ihr Traummann – bis er „Ich liebe dich“ zu ihr sagt. Genauer sagt: „I hob mi fei sakrisch in di valiabt“. Lene rennt kopflos davon und kommt zu dem Schluss: Auf Bayerisch gibt es Liebe nicht! (…)
MEINE ERWARTUNGEN Ursprünglich dachte ich ja, es sein ein Krimi. Mittlerweile frage ich mich, wie ich darauf kam. Bevor ich es zu lesen begann, las ich mir aber zum Glück den Klappentext durch. Dann erhoffte ich mir, dass der Roman mich überraschen kann und nicht mein Vorurteil bestätigt, dass Roman aus solch einem Genre meist vorhersehbar sind.
MEINE EINDRÜCKE Zuerst las ich die so genannte „Kurzanleitung zum Lesen der Geschichte“ und meine Vorfreude sank. Es wurde darauf hingewiesen, dass es streckenweise Sätze im bayerischen Dialekt gibt. Klar, wenn man den Klappentext liest, macht das auch Sinn. Ich bin allerdings kein wirklicher Fan von solch regionaler Literatur.
Ganz so schlimm fiel es allerdings dann nicht aus. Es hielt sich wirklich in einem erträglichen Rahmen. Es gab nur ein ganz anderes ‚Problem’…
Ich sollte kurz vorwegschicken, dass ich im Laufe meiner Kindheit häufig umgezogen bin, dabei auch Bundesländer gewechselt habe und so viele Dialekte erlebt habe. Allerdings haben meine Eltern immer sehr darauf geachtet, dass wir hochdeutsch sprechen (lernen). Dafür bin ich ihnen bis heute sehr dankbar. Ich habe nichts gegen Dialektsprache an sich! Aber stellt euch mal das Kauderwelsch aus Plattdeutsch, hessisch und badisch vor, dass ich dann gesprochen hätte…
So fehlt mir jedoch auch das Gefühl, mich mit einer bestimmten Region oder einem bestimmten Dialekt zu identifizieren. Und das ist, meiner Meinung nach, für dieses Buch schon wichtig.
Denn so wurde ich schon nach wenigen Seiten sehr ungeduldig, als die Protagonistin ihr Ausgangsproblem darstellt: ich konnte es nicht wirklich ernst nehmen. Auch ihre Liebesturbulenzen, die sich dann im Laufe der Geschichte entwickeln, waren für mich immer wieder unglaubwürdig und zugleich sehr vorhersehbar.
So fehlte es mir demnach schnell an Spannung und ich habe ohne große Begeisterung das Buch weitergelesen. Ich denke, man hätte an manchen Ecken kürzen können, so dass mehr Tempo hineingekommen wäre. Dabei sind knapp 300 Seiten nun auch nicht gerade viel…
Die Charaktere in dem Buch sind eigentlich alle recht sympathisch beschrieben. Vor allem die Männer sind natürlich recht unterschiedlich ausgestaltet, abgesehen von ihrem Interesse an Lene. So bieten sich theoretisch genug Möglichkeiten, seinen persönlichen Favoriten zu bestimmen, den Lene haben sollte. Wenn nicht von vorneherein klar wäre, wen sie am Ende nimmt.
Der Schreibstil ist unauffällig, leicht zu lesen. In den Buchdeckeln finden sich lexikalische Übersetzungen bestimmter bayerischer Begrifflichkeiten ins Hochdeutsche, so dass man zu jeder Zeit nachvollziehen kann, was erzählt wird.
FAZIT Mit einem Wort: nett. Nein, hier ist nicht der kleine Bruder von dem bösen Schimpfwort gemeint. Aber es war einfach nicht mein Inhalt. Ich stamme nicht aus Bayern und habe auch keine besondere Bindung dazu. So konnte mich die Grundidee nicht packen. Zudem ist das Buch für mich ein klassischer Chick-Lit-Roman: vorhersehbar, schlichte Handlung, stereotype Charaktere. Damit ist Liebesschmarrn und Erdbeerblues für mich kein Buch, das man gelesen haben muss…

One comment

  1. christerl says:

    Also ich mag Bayrisch – wohl auch aufgrund der geografischen Nähe – sehr sehr gerne, und unsere Dialekte sind sehr ähnlich! Und überhaupt mag ich Alpen- und Bayernbücher (am liebsten Krimis) gern, vielleicht würde mir das Buch durchaus gefallen :)

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