[Gelesen] Kiera Cass–Selection

Dieses Buch hatte ich als Wanderbuch über lovelybooks erhalten. Ich habe nun einmal eine Schwäche für Dystopien…

selection

 

Verlag: Fischer Sauerländer Verlag
Seiten: 368
Preis: 16,99 Euro
Genre: Dystopie, Liebe

 

 

 

 

 

INHALT America gehört beinahe zur untersten Kaste in ihrer Gesellschaft. Doch dann hat sie die Chance, ihrer Familie zu Ruhm und Ansehen zu verhelfen. Dazu muss sie sich als Kandidaten bereitstellen, aus denen Prinz Maxon seine zukünftige Frau auswählt. America willigt widerstrebend ein, denn sie liebt einen ganz anderen Mann. Doch dann wird sie erwählt und gelangt in den Königspalast. Dort erlebt sie Dinge, die sie nie zu träumen gewagt hätte.

MEINE ERWARTUNGEN Ich hatte nicht sehr viel von dem Buch erhofft, wenngleich die Stimmen vor allem positiv waren. Aber mir war schon klar, dass da eine Liebe im Vordergrund steht. Ich freute mich also vor allem auf gute Unterhaltung.

MEINE EINDRÜCKE Dieser Roman lässt beinahe kein Klischee aus: das Aschenputtel, das eigentlich eine wunderschöne Cinderella ist, die hoffnungslose Liebe, der gutmütige Prinz, der gar nicht so blöd ist, wie die Protagonistin denkt und natürlich die Intrigen der Konkurrentinnen.

Und dennoch hat mir das Buch gut gefallen. Denn ich hatte nicht erwartet, eine tiefgründige Geschichte mit einer wahnsinnig neuen Idee zu erhalten. Ich wollte nur unterhalten werden. Und das gelingt mit Selection sehr gut.

Kiera Cass schreibt jugendlich, leicht lesbar und unterhaltsam. Die Protagonistin America wirkt dadurch authentisch, bis zu einem gewissen Grad. Denn einzig ihre Gefühle zum Prinzen konnte ich nie nachvollziehen. Denn dieser benimmt sich in meinen Augen sehr merkwürdig, so dass ich keine rechte Verbindung zu ihm aufbauen konnte. Große Zuneigung meinerseits erhielt America für ihre letzte Entscheidung in diesem ersten Band.

Die Handlung geht zügig voran, so dass es auch nie langweilig wird. Die Figuren sind facettenreich und unterscheiden sich gut voneinander. Auch hier gibt es wenig Überraschungen, so dass “Gut” und “Böse” schnell erkannt werden. Aber das hat mich nicht gelangweilt.

FAZI Selection ist sehr erfrischend, unterhaltsam und eine kurzweilige Lektüre. Das Genre Dystopie wird zwar nicht neu erfunden, aber Kiera Cass versteht es, den Leser bei der Stange zu halten. Es werden inhaltlich einige Sachen angedeutet, so dass die Folgebände genug Luft für Spannung und kribbelnde Romanze übrig haben.

4Eulen

3 comments

  1. Julia says:

    Die Cinderella-Story fand ich auch ganz unterhaltsam. Was mich aber sehr gestört hat, waren die vielen kleinen Logikfehler im Hintergrund. Beispielsweise hat gleich zu Beginn Americas Familie Angst, demnächst hungern zu müssen, isst aber Hühnchen zum Abendbrot und Popcorn zur Fernseh-Show, statt das Geld in sättigende Grundnahrungsmittel zu investieren. Bei sowas hat nicht nur die Autorin gepatzt, sondern auch der Lektor geschlafen…

    LG, Julia

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