[Gelesen] Lucinda Riley – Die sieben Schwestern

So schnell habe ich schon lange kein Buch mehr ausgelesen wie Lucinda Rileys Die sieben Schwestern. Da es auch zur Zeit überall auf den prominenten Tischen in den Buchhandlungen liegt, hier meine kleine Rezension zu dem Roman.

 

Autorin: Lucinda Riley
Übersetzung: Sonja Hauser
Verlag: Goldmann
Seiten: 576
Preis: Taschenbuch 9,99 Euro

 

 

 

 

INHALT Maia ist die älteste von sieben Schwestern, die alle vom Vater adoptiert wurden, als sie noch sehr klein waren. Sie hat sich als Übersetzerin ein geregeltes und vor allem ruhiges Leben auf dem Anwesen des Vaters eingerichtet. Doch als dieser plötzlich verstirbt und ihr Indizien zu ihrer Herkunft hinterlässt, gerät alles durcheinander. Maia macht sich kurz entschlossen auf den Weg. Wo kommt sie her? Wer sind ihre Eltern? Und wie hatte sie ihr Adoptivvater gefunden?

MEINE ERWARTUNGEN Erst kürzlich erzählte mir eine Freundin, wie toll sie Lucinda Riley fand. Ich selbst hatte nur gute Leseerinnerungen an das letzte Buch, das ich von ihr las. Und genau solch wollte ich mit dem neuen Buch auch wieder bekommen.

EINDRÜCKE Ich hatte schon in der Buchhandlung in den Roman hineingelesen, um ein Gefühl für Lucinda Rileys Schreibstil zu bekommen. Denn dass ich ein Buch von ihr gelesen habe, ist schon eine ganze Weile her. Die Geschichte fesselte mich aber sofort.

Der Schreibstil ist leicht zu lesen. Lucinda Riley wählt die Worte geschickt, so dass sie die Geschichte tragen, ohne sich selbst in den Vordergrund zu drängen. Sie ist also nicht besonders poetisch oder zu plakativ, sondern alltäglich und unaufgeregt.

Aufgeregt ist dagegen Maia, die Protagonistin der Geschichte. Aus ihrer Perspektive erzählt, erfahren wir gleich auf den ersten Seiten, dass ihr geliebter Adoptivvater unvermittelt gestorben ist. Als älteste von sieben Schwestern fällt Maia die Aufgabe zu, die anderen Kinder zu informieren und zum Familienanwesen in die Schweiz zu rufen. Dort erhalten alle einen Umschlag vom Anwalt des Vaters, in dem er Hinweise auf die jeweilige Herkunft der Tochter hinterlassen hat. Nach kurzem Zögern macht sich Maia auf den Weg nach Brasilien, um diesen Hinweisen nachzugehen.

Nun erzählt Lucinda Riley auf zwei Ebenen: Einmal in der Gegenwart, in der der Leser Maia auf ihrer Reise begleitet. Und einmal viele Jahrzehnte zurück, als ihre Urgroßmutter noch lebte. Eine fesselnde und tragische Liebesgeschichte wird entsponnen. Sie gibt ein wunderbares Bild, wie man im frühen 20. Jahrhundert lebte. Lucinda Riley gelingt es aber auch, den Leser für das pesönliche Schicksal der Urgroßmutter zu berühren.

FAZIT Ohne zu viel von der Handlung verraten zu wollen, kann ich nur sagen, dass es eine sehr unterhaltsame, berührende und zugleich spannende Geschichte ist. Der Autorin gelingt es mal wieder wunderbar, wahre Geschichte (hier ist es die Erbauung des Christo in Rio) mit persönlichen Schicksalen zu verknüpfen. Es ist zu keiner Zeit langweilig. Und auch wenn es der erste Teil einer Reihe ist: Die Geschichte von Maia wird in diesem Band abgeschlossen, so dass keine Rätsel um ihre Person offen bleiben. Wunderbar! Anders als Nora Roberts, empfinde ich Riley als raffinierter und interessanter. Die Geschichten sind nicht so stereotyp aufgebaut, die Figuren vielschichtig und die Liebesdramen stehen nicht allein im Zentrum. Ich würde einen Roman von Lucinda Riley daher immer vorziehen.

5EulenAuch von Lucinda Riley gelesen habe ich: Lucinda Riley – Das Mädchen auf den Klippen

One comment

  1. Hanne says:

    Hallo Melissa,
    wunderbare Zusammenfassung. Ich habe ja schon die ersten beiden Bände gelesen und bin wirklich gespannt, wie es weitergeht.
    Nur gut, dass es jetzt auch als TB gibt. Ich steige jetzt um und warte halt auf die TBs.
    Liebe Grüße Hanne

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