[Gelesen] Mechthild Gläser – Nacht aus Rauch und Nebel

Heute morgen habe ich euch von meinen frischen Eindrücken zu Stadt aus Trug und Schatten berichtet, das ich noch einmal gelesen habe. Direkt danach griff ich zum Folgeband. Wie mir der Abschluss der Dilogie gefallen hat, lest ihr weiter unten. Bis auf den Klappentext, der eventuell ein paar Hinweise auf die Geschichte beinhalten könnte, ist meine Rezension aber garantiert spoilerfrei!

NachtausRauchundNebel

 

Verlag: Loewe Verlag
Seiten: 400
Preis: 17,95 Euro
Genre: Traum, Dystopie, Fantasy, Jugendbuch

 

 

 

 

 

KLAPPENTEXT Ein Freund, der nicht mehr mit ihr spricht, ein Vater, der seine Regierungsgeschäfte als Fürst von Eisenheim mehr schlecht als recht erledigt, und eine gesichtlose Macht, die die Existenz ihrer neuen heimat bedroht: Floras Leben verlief schon mal reibungsloser. Doch je tiefer sie in die Geheimnisse dieser Welt der Träumenden eintaucht, desto hartnäckiger setzt sich der Gedanke fest, dass Flora selbst verantwortlich ist für all diesen Schlamassel. Kann es sein, dass sie sich mit ihrem ärgsten Feind verbünden muss, um den Untergang der Stadt zu verhindern?

MEINE ERWARTUNGEN Ich mochte ja Stadt aus Trug und Schatten sehr, auch beim zweiten Lesen. Ich war sehr gespannt darauf, wie Floras Geschichte weitergeht. Denn immerhin endet der erste Band nicht mit einem Cliffhanger, so dass ich erwartete, dass etwas Neues begonnen werden muss.

MEINE EINDRÜCKE Die Geschichte setzt mit einem Prolog ein, der einige Fragen beim Leser aufweist. Sehr geschickt von der Autorin gemacht, denn danach geht es erst einmal eher ruhig voran.

Tatsächlich deuten sich auf den ersten Seiten einige Probleme in der Traumwelt an, die Flora zwar beunruhigen, für die sie aber keine Lösung parat hat. Nach und nach werden in die Handlung kleinere Rückverweise auf den ersten Band eingeflochten, so dass der Leser, der den ersten Band nicht direkt davor gelesen hat, die wichtigsten Details noch einmal serviert bekommt. Dennoch halte ich es für besser, wenn man die beiden Bücher zeitlich nah nacheinander liest. Das gibt ein besseres Gesamtbild.

An Nacht aus Rauch und Nebel habe ich nur wenig zu kritisieren. Die volle Punktzahl bekommt es aber nicht. Denn in der Mitte geht mir die Geschichte zu langsam voran. Die Fragen und Probleme, die zu Anfang aufgeworfen werden, schweben lange ungelöst im Raum bis sie überhaupt mal konzentriert angegangen werden. Warum hat mir das Buch dennoch gut gefallen?

Auch hier brilliert Mechthild Gläser für mich mit einem tollen Schreibstil, einer spannenden Idee und ausgefeilten Charakteren. Einzig Marian habe ich bis zum Schluss nicht immer ganz verstanden. Seine Zwiespälte werden nicht ausreichend beleuchtet, obwohl sie sehr interessant sind. Immer hatte ich das Gefühl, dass viel mehr dahintersteckt, als der Leser erfährt. Das liegt natürlich auch daran, dass Flora die Geschichte erzählt und so nur wiedergeben kann, was sie von Marian wahrnimmt.
Und dennoch ist das letzte Drittel so spannend und  unvorhersehbar, dass ich viel Spaß beim Lesen hatte. Die Geschichte bekommt ein passendes Ende, die Figuren handeln entsprechend ihres Charakters stets logisch und die Fantasie, die Mechthild Gläser hier einbringt, ist wirklich toll.

FAZIT Ich habe keine Vergleiche zu irgendwelchen anderen Geschichten ziehen können. Mir gefällt die Dilogie insgesamt sehr gut. Der zweite Band erhält einen Punkt weniger als der erste, da sich der Mittelteil ein klein wenig zieht. Ich kann diese Bücher jedem empfehlen, der abenteuerliche Geschichten, eine interessante Traumwelt und sympathische Charaktere sucht.

4Eulen

 

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