[Gelesen] Nora Roberts – Herbstmagie

So, nun kommt der dritte Teil aus dem Jahreszyklus von Nora Roberts: Herbstmagie.

Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 448
Preis: 9,99 Euro
Genre: Liebe, Familie

Inhalt: Die Konditorin Laurel hat mit ihren Freundinnen vor einiger Zeit die mittlerweile erfolgreiche Hochzeichtsagentur Vows gegründet. Für dieses Unternhemen lebt und arbeitet sie. Während sie alles für ihre Freundinnen tun würde, wirkt sie nach aussen aber eher burschikos, ehrgeizig und ein wenig forsch. In ihrem Herzen lodert aber schon seit der Teenagerzeit die Liebe für den Staranwalt Del, gleichzeitig der Bruder von Parker (einer der Freundinnen). Sie ist überzeugt, dass er ihre Liebe fürs Leben ist, doch wird auch er es erkennen? Und können sie alte Hürden überwinden?

Erster Leseeindruck: Der Roman steigt auch wie seine Vorgänger mit einem Prolog in die Geschichte ein, in dem kurz erzählt wird, wie Laurel Konditorin geworden ist. Danach befindet man sich wieder mitten im bunten Trubel der Hochzeitsagentur wieder. Da die Geschichte recht nahtlos an Sommersehnsucht anknüpft, kann wunderbar eintauchen und weiterlesen. Lediglich ihre Liebe zu Del, aufkeimend oder schon immer in Laurel schwelend, kommt für den Leser etwas plötzlich. Denn Laurel ist eine rebellische Frau, schnell aufbrausend und zornig. Und die Freundschaft zu Del ist von Kabbeleien und Fürsorglichkeit geprägt. Da erstaunt die Szene, in der sich die beiden heftig streiten und die mit einem Kuss endet, doch sehr. Ich musste herzhaft lachen.

Zitat: (Del und Laurel sind sich heftig am anschreien.) „Du willst wissen, was in mich gefahren ist?“ „Ja, allerdings.“ „Das kann ich dir zeigen.“ (Und dann küsst sie ihn.)

Fazit: Abgesehen von dem etwas stümperhaften Einstieg in die Liebesgeschichte, die oben beschriebene Szene, ist der Roman sehr angenehm zu lesen. Die Geschichte um Laurel und Del ist den beiden Charakteren angepasst und mal erfrischend anders als im Vergleich zu den Vorgängern. Auch die Rahmenhandlung wird noch stärker ausgebaut. So findet in Herbstmagie schon die Einleitung zu Parkers Liebesleben statt und der Leser bekommt eine Ahnung, wie es in Winterwunder wohl weitergehen wird. Dies ist auch zwingend notwendig, wenn man bedenkt, dass Parker die einzige ist, die keinen Mann aus dem unmittelbaren Freundeskreis bekommen kann, weil schlicht keiner mehr da ist. Da braucht es dann eine längere Vorgeschichte. Dies ist aber auch genau der Haken, den die Liebesgeschichte um Laurel und Del hat. Es ist die Liebe einer Frau zu dem Bruder ihrer besten Freundin, und die Liebe besteht wohl schon seit vielen Jahren. So stolpern die beiden in eine Beziehung hinein, die von Freundschaft plötzlich auf Liebe umschalten muss. Dass das Probleme mit sich bringt und beide erkennen müssen, den anderen doch noch nicht so gut zu kennen, ist logisch. Die ersten Probleme erinnern leider stark an die Schwierigkeiten von Emma und Jack. Da aber der Rest der Geschichte sich auch viel auf die anderen Charaktere (Mac, Carter, Parker etc.) konzentriert, fällt das nicht so stark ins Gewicht.
Die Konstruktion des Romans ist aus Frühlingsträume und Sommersehnsucht bekannt. Laurel ähnelt in ihrem Charakter eher Mac: nicht so romantisch wie Emma, aber so robust und dickköpfig wie Mac. Auch teilen die beiden ähnliche Vergangenheiten, so dass Laurel sehr eigenwillig und zugleich verwundet erscheint. So hat es mir auch diesmal Spaß gemacht zu lesen, da man zudem ja auch viel mehr Hintergrundwissen um die vier Freundinnen bekommt und ich so tiefer eintauchen konnte, als bislang geschehen. Ich kann den Roman wieder empfehlen, wenn man auf Liebesromane steht.
Man sollte diesen Zyklus auch unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen. Verstehen kann man die Geschichten zwar auch, wenn man die Reihenfolge nicht einhält, aber es wird dann spannender.

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