[Gelesen] Nora Roberts – Winterwunder

Sonntag ist schon solange ich denken kann mein Bummeltag. Naja, eigentlich wollte ich heute wieder ein bisschen schreiben. Dazu habe ich aber irgendwie keine Lust gehabt, deswegen wurde es ein klassischer Bummeltag. Ich lag ewig im Bett, hab viel gelesen und im Internet gesurft. In Sachen Lesen bin ich mit Nora Roberts Winterwunder fertig geworden.
Nun also mein Resümee, auch über die gesamten Jahreszyklus. Dazu vor allem ein paar Kritikpunkte, wenn man das so nennen kann.

Winterwunder steht derzeit in den Regalen vieler Buchhandlungen. Bei Weltbild ist es sogar auf der Bestsellerliste aufgeführt. Es ist also einigermaßen aktuell, kann man sagen.


Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 432
Preis: 9,99 Euro
Genre: Liebe, Familie














Inhalt: Parker ist das Organisationstalent der Hochzeitsagentur Vows. Für alles in ihrem Leben gibt es Pläne, Regeln und perfekte Zeitpunkte. Ihre Freundinnen bewundern sie für ihren kühlen Kopf, ihre Nüchternheit und ihren Perfektionismus. Gleichzeitig hat sie ein großes Herz und tut alles für Familie und Freunde. Ihr privates Liebesleben bleibt dabei auf der Strecke. Doch auch dafür hat sie vor langer Zeit einen Plan gemacht. Und so träumt sie von einem starken Mann, mit dem sie sich eine Familie aufbauen kann. Der ungestüme Malcolm mit seiner eigenen Kfz-Werkstatt und der geheimnisvollen Vergangenheit passt da nicht hinein. Wie soll sie mit einem Mann, der sich nicht öffnen kann, eine Beziehung führen? Und doch verliebt sich Parker in ihn…


Erster Leseeindruck: Der Roman knüpft nahtlos an seine Vorgänger an. Ein kurzer Prolog gibt einen Eindruck von Parkers großer Trauer, sie verlor ihre Eltern vor einigen Jahren, und ihrer großen Willensstärke, sich ein neues, glückliches Leben aufzubauen. Dann findet man sich im geschäftigen Treiben der Hochzeitsagentur wieder. Diesmal aus Sicht von Parker. Trotzdem bleibt der Roman detailverliebt bei Blumen, Torten und Fotografien hängen, die schon in den ersten drei Romanen jeweils im Mittelpunkt standen. Malcolm, der Mechaniker, ist dabei ein frischer Wind in den Routinen von Parker: Er hält sich an keinen Plan, überrumpelt sie bei jedem Erscheinen und nimmt sich einfach, was er will. Diesmal lässt sich Nora Roberts aber mehr Zeit mit der Liebesbeziehung zwischen Parker und Mal, was sehr gut zu Parker passt und ein schönes Lesevergnügen bereitet.

Fazit: Der letzte Roman hat mir am besten von allen vieren gefallen. Er ist insgesamt harmonischer und nicht so konstruiert wie die Vorgänger. Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass die Liebesgeschichte zwischen Parker und Mal bereits in Herbstmagie eingeleitet wurde und so der überrumpelnde Start nicht im Fokus der Einführung von Winterwunder stand, sondern eingebettet in eine kleine Episode aus Herbstmagie weniger Aufsehen erregte. Im letzten Roman spielen auch die Wünsche Parkers für die Zukunft ihrer Freunde und Familie ein gewisse Rolle. Sie ist ein sehr traditionsbewusster Mensch, weshalb sie ihr Glück auch hinter das ihrer Lieben stellt. So zieht sich die Geschichte um sie und Mal etwas in die Länge, was aber zur gesamten ruhigen Stimmung von Winterwunder passt. Witzig, anrührend und leicht. So würde ich den Roman beschreiben. Das Ende und der Epilog sind nicht weiter überraschend und trotzdem habe ich einige Tränen kullern lassen, denn das kleine Mädchenherz wünscht sich doch ein Happy End!

5Eulen

Gesamtfazit zum Jahreszyklus: Die Bezeichnung Jahreszyklus und die Romantitel der vier Bücher müssen aus irgendeiner (verrückten) Feder eines deutschen Verlages entsprungen sein. Den Originaltiteln kann man entnehmen, dass es nichts mit den vier Jahreszeiten zu tun hat. Auch die Handlung selbst passt sich diesen nicht an. Zwar verlaufen die vier Geschichten innerhalb eines Jahres, aber tatsächlich lernen sich Mac und Carter im Januar, Emma/Jack und Laurel/Del im Sommer und Mal/Parker im späten Herbst kennen. Ich würde also sagen, dass die Titel rein konzeptionelle Gründe hatte, denn so kann man unter den vielen Romanen Nora Roberts diese vier als zusammengehörig erkennen. Das ist aber auch das einzige, was mich an den Romanen wirklich gestört hat. Ansonsten habe ich bekommen, was ich erwartet habe: Leichte, herzerwärmende und sehr romantische Lektüre mit hin und wieder einer Prise Humor! Mädels, holt die Taschentücher raus, wenn ihr diese Bücher lest!

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