[Gelesen] Thomas Thiemeyer – Das verbotene Eden I

Soooo lange wollte ich diese Trilogie schon lesen. Noch mehr, nachdem ich den überaus sympathischen Autor bei einem Blogger-Stammtisch in Stuttgart kennengelernt hatte. Jetzt endlich war es soweit.

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Verlag: Knaur Verlag
Seiten: 462
Preis: 9,95 Euro
Genre: Jugendbuch, Dystopie

 

 

 

 

KLAPPENTEXT Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Ein Virus verwandelte Männer und Frauen in erbitterte Feinde. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die Frauen in der Wildnis ein neues Leben angefangen. Nichts scheint tödlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David…

MEINE ERWARTUNGEN Ich freute mich sehr auf das Lesen dieses Romans. Bislang hatte ich nämlich nur Gutes über die Trilogie gehört. Und da Thomas auch noch so ein netter und kluger Autor ist… da konnte doch nichts mehr schief gehen!

MEINE EINDRÜCKE Witzigerweise beginnt der Roman mit einer Art Vorwort, datiert auf den 31. März 2015. Die Katastrophe steht also kurz bevor…

Thomas Thiemeyer beginnt seine Erzählung mit Juna. Eine unerschütterliche Kriegerin, die die Männer hasst und mit dem Arrangement, dass die beiden Geschlechter geschlossen haben, nicht einverstanden ist. Sie will, dass sich die Frauen gegen die Männer behaupten.
In regelmäßigen Abständen wechselt die Perspektive zu David. Das komplette Gegenteil zu Juna, wie es scheint. Ein junger Mönch, der noch nie eine Frau gesehen hat und heimlich verbotene Liebesgeschichten liest. Während Juna den Hass zwischen den Geschlechtern verinnerlicht hat, scheint David weltoffener und skeptischer zu sein – was er natürlich niemandem sagen darf, wenn ihm sein Leben lieb ist.

Schon mit wenigen Seiten gelingt es dem Autor mit seinen Charakteren und ihren Lebensumständen eine ganz eigene, vollständige Welt zu erschaffen. Der Leser bekommt die wichtigsten Begebenheiten erzählt und kann so sofort tief hinabtauchen. Dabei wird es nie langweilig. In einem angenehmen Rhythmus von Spannung und ruhigeren Phasen -in denen es aber unterschwellig auch brodelt- bleibt die Geschichte immer interessant. Ein besonderes Highlight war für mich die Liebe zu den Büchern:

„Alles, was auf modernen Datenträgern gespeichert worden war, war unwiderruflich verloren. (…) Blieben nur die Bücher. Ohne sie wäre die Vergangenheit ein großes schwarzes Loch.“

Ich möchte von der Handlung nichts vorweg nehmen. Der Klappentext deutet das Drama schon an, aber auch die Welt, in der David und Juna leben, verändert sich. Thomas Thiemeyer ist es gelungen, Wendungen, Überraschungen und spannende Höhepunkte über das ganze Buch hinweg zu verteilen, so dass Lust und Neugierde auf den Folgeband geweckt wurden, aber keine Fragen zu den Personen offen bleiben. Eine gelungene Mischung, wie ich finde.

FAZIT Wer Dystopien mag, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Eine gut durchdachte, fiktive Welt mit vielschichtigen, interessanten Charakteren eingebettet in eine konstant spannende und interessante Handlung. Der erste Band ist in sich ein stückweit abgeschlossen, macht aber dennoch Lust auf mehr.

5Eulen

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