[Gesehen] 50/50- Freunde fürs (Über)leben

Ich kann mich gar nicht mehr so recht daran erinnern, wie ich auf diesen Film aufmerksam geworden bin. Aber nachdem mich mein Freund fragte, ob ich ihn schon gesehen hätte und ich mich erinnerte, dass Joseph Gordon-Levitt darin mitspielt, wollte ich ihn unbedingt sehen.

MEINE ERWARTUNGEN Ich mag Joseph Gordon-Levitt sehr gerne. Bislang hat er immer in richtig guten Filmen mitgespielt. Auch Seth Rogen ist auch wirklich ziemlich cool. Ein toller Cast bedeutet für mich zwar nicht zwangsläufig ein toller Film, aber es setzt die Messlatte hoch. Ich wollte Witz und etwas Sarkasmus zu dem ersten Thema. Also so eine Art Tragikomödie.
MEINE EINDRÜCKE Der Film spricht in eher leisen Tönen. Wir sehen Adam, Ende 20, kerngesund. Aber sein Leben stagniert: in seinem Beruf wird er nur ausgebremst, in der Liebe plätschert es vor sich hin. Alles ist grau, trüb, langweilig. Dann wird er plötzlich krank. Diagnose Krebs, Überlebenschance 50 zu 50. Nach und nach erzählt er seinem besten Freund, seiner Freundin und seinen Eltern von der Diagnose und beginnt eine Therapie bei der angehenden Therapeutin Katherine.
Als der Film zu Ende war, habe ich mir überlegt, was ich eigentlich von dem Film erwartet hatte. Denn er ließ mich ziemlich ratlos und enttäuscht zurück. 50/50 erzählt, wie die Menschen um Adam und er selbst mit der Diagnose Krebs umgehen. Sie reagieren zwar alle sichtlich unterschiedlich darauf, allerdings wirkt alles sehr lieblos und halbherzig. Einzig Seth Rogen als bester Freund machte eine passable Figur. Obwohl er mir irgendwann auf die Nerven ging, da seine Motivation auch nicht wirklich eindeutig war. Aber die übrigen Figuren, einschließlich Adam, blieben blass, hilflos und irgendwie unkonzentriert. Vielleicht sollte das so beabsichtigt sein, schließlich ist man nach einer solchen Diagnose erst einmal ratlos, aber… es gab keinen Wendepunkt. Es zog sich einfach so durch den kompletten Film.
Das Filmende hat dann vollends die Luft herausgenommen. Meinem Freund und mir ist spontan ein „Och nö“ herausgerutscht. So ist mir bis jetzt völlig unklar, was der Film mir sagen wollte. Wollte er zeigen, was passieren kann, wenn eine solche Diagnose im Raum steht? Da gibt es bestimmt andere Filme, die das besser machen.
FAZIT Leider wurde ich sehr enttäuscht. Der gute Cast hat nicht zu einem guten Film geführt. Er blieb grau, wirkte viel zu lang und auch die Witze wurden bald fad. Insgesamt machte die Geschichte keinen gut durchdachten Eindruck. Dieser Film hat bei mir keine 50/50-Überlebenschance.

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