[Gesehen] Brautalarm

Dieser Film lag ungewöhnlicher Weise relativ lange neben meinem DVD-Player. Irgendwie war meine Vorfreude so groß, dass ich diese möglichst lange erhalten wollte. Aber nun habe ich ihn endlich angesehen und kann euch davon berichten.

Quelle: www.negativ-film.de

Inhalt: Liliane wird heiraten und ihre Sandkastenfreundin Annie soll die erste Brautjungfer sein. Schnell hat Annie aber mit Rivalitäten von Helen, einer der übrigen vier Brautjungfern, zu kämpfen. Beide buhlen sie nun um die Gunst der Braut. So kommt es bei den Vorbereitungen zu einer Katatstrophe nach der anderen, bis Liliane sich entscheidet, Annie von der Hochzeit auszuschließen und Helen als erste Brautjungfer einzusetzen. Das Drama ist perfekt…

Erster Eindruck: Ich erwartete einen humorvollen, kurzweiligen Frauenfilm. In den Kritiken wurde der Streifen sogar als weibliches Pendant zu Hangover gehandelt. Meine Hoffnungen waren also groß. Allerdings ernüchterte mich schon die Einführung ein wenig. Der Film läuft nur schleppend an, wenngleich Annie (gespielt von Kristen Wiig) ausführlich charakterisiert wird. Doch von Humor oder gar Slapstick fehlt erstmal jede Spur.
Fazit: Der Film hat mir insgesamt gut gefallen. Einmal in Fahrt, macht es Spaß die Katatstrophen bei den Hochzeitsvorbereitungen zu verfolgen. Alle Charaktere sind sehr gut besetzt, so dass die Handlung leichtfüßig und unverkrampft wirkt. Allerdings hat der Film für mich sehr wenig mit einem weiblichen Pendant zu Hangover zu tun. Der Fokus im Film liegt eindeutig auf Annie. So ist auch das Filmplakat ziemlich irreführend, da die übrigen Brautjungfern, abgesehen von Helen, kaum eine Rolle in dem Film spielen.
Annie hat ihr Leben nicht mehr im Griff und scheint nun auch ihre beste und älteste Freundin zu verlieren. Sie sinkt in ihrer Krise immer tiefer, bis sie sogar bei ihrer Mutter einziehen muss. Der Film lebt von der Darstellung Kristen Wiigs, einer bekannten Komödiantin aus den USA. Sie ist wirklich grandios: subtiler, bissiger Humor, wunderbare Gestik und Mimik; sie trägt den Humor in diesen Streifen. Die übrigen Figuren verblassen ein wenig neben ihr, finde ich.
Insgesamt ist der Film aber nicht so humorvoll, wie ich es mir gewünscht hatte. Das Unbedarfte und Kurzweilige ging für mich verloren, da zu viel Gewicht auf den traurigen Momenten in Annies Leben liegt. Ich würde sagen, es ist ein Drama mit humorvollen Facetten. Kein Taschentuchkino und auch keine allzu große Belastung für die Lachmuskeln, insgesamt aber sehr nett.
Für mich bleibt nur leider der Nachgeschmack der enttäuschten Erwartungen zurück.

Für Fans von: Bridewars, Bridget Jones

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