[Gesehen] crazy, stupid, love.

Alle schwärmen von Ryan Gosling. Zumindest all jene, die meinen, sich im Film auszukennen. Ich gebe zu, ich mag ihn auch aus vielerlei Gründen. Aber schwärmen? Nun gut, meine Neugierde auf ihn war geweckt und ich durchforstete meine Online-Videothek nach Filmen mit ihm. Dabei stieß ich auf diesen hier:

 

INHALT Cal (Steve Carell) wird von seiner Frau Emily (Julianne Moore) verlassen. Er zieht aus und streift die Nächte durch Bars. Dort lernt er den Frauenhelden Jacob (Ryan Gosling) kennen. Dieser ist genervt von Cals Selbstmitleid und will ihm zeigen, wie man Frauen aufreißt…
MEINE ERWARTUNGEN Ich hatte nicht mehr wirklich im Kopf, worum es in dem Film ging und wollte mich daher einfach überraschen lassen. Dass es eine Komödie sein sollte, ließ schon die Besetzung mit Steve Carell erahnen.
MEINE EINDRÜCKE Der Film beginnt mit einer Closeup-Aufnahme von Schuhen und Füßen unter Tischen in einem Restaurant. Alle Fußpaare, die sich gegenübersitzen, füßeln miteinander…außer zweien Cals und Emilys. Der Einstieg zeigt ganz gut den besonderen Humor in diesem Film.
Keiner der Charaktere ist sonderlich ungewöhnlich. Aber in ihrer Normalität wirken sie sehr menschlich und die ganze Geschichte sehr authentisch und real. Cal ist ein glücklicher Ehemann, glaubt er, bis Emily sich von ihm scheiden lassen will: sie ist fremd gegangen. Emily selbst fehlt etwas in der Ehe, was sie schließlich außerhalb gesucht hat. Beide sind unglücklich und eigentlich verzweifelt, denn sie lieben sich noch immer.
Jacob ist der absolute Gegenpol. Er ist Single, unbekümmert und bringt jede Nacht eine andere Frau in sein Bett. Dabei hat er eine ganz bestimmte Masche: verrate nicht zu viel von dir selbst und bloß keine Gefühle! Das geht auch ziemlich lange ziemlich gut. Bis er auf Hannah (Emma Stone) trifft, die seine Masche durchschaut hat und genau deswegen mit ihm schlafen will.
Wir sehen hier durch mehrere Generationen Menschen, die auf der Suche nach der Liebe sind. Der Film zeigt uns Teenagerliebe, die erste große Liebe, die längst eingeschlafene Liebe und die wieder aufgewachte Liebe. Dabei schafft der Film es aber noch zu überraschen. Da die Figuren auf der einen Seite so normal mit ihren Problemen wirken, in ihren Handlungen aber manchmal einfach schräg sind, sorgt dies für einige Lacher und Überraschungen. Besonders kurz vor Schluss gibt es eine herrliche Szene, in der alle aufeinander treffen.
FAZIT Der Film ist eigentlich zu verrückt für Hollywood. Aber er zeigt, dass eine hochkarätige Besetzung auch mal wieder für einen guten Film sorgen kann. Und der Name ist Programm: seine Figuren sind alle ein bisschen crazy und stupid, weil sie lieben oder geliebt werden wollen. Eine herrliche Komödie, erfrischend leicht mit leisen ernsthaften Untertönen.

5Eulen

4 comments

  1. Bücherjunkies says:

    Mir hat der Film auch gut gefallen. Vor allem auch diese Szene, in der alle aufeinander treffen. Kommt auch ziemlich überraschend, weil man damit irgendwie so gar nicht rechnet.

    LG Michaela

Schreibe einen Kommentar