[Gesehen] Freundschaft plus

Ich habe mir vor ein paar Tagen, wie bei [Immer wieder sonntags] angemerkt, den Film Freundschaft plus (Regie: Ivan Reitman) angesehen. Diese Sorte Filme gucke ich tatsächlich nicht so gerne im Kino, da ich nicht finde, dass sie unbedingt eine Leinwand brauchen. Außerdem kann ich nur zu Hause meine wahren Emotionen dazu dann ausleben ;o)

Inhalt: Emma und Adam lernen sich das erste Mal ungefähr im Alter von 12 Jahren in einem Ferienlager kennen. Er, das Kind eine gescheiterten Ehe voller Selbstzweifel, aber doch sehr beliebt. Sie, abgeklärt, kühl und ’nerdi-ig‘. Es besteht aber nur so eine Art Freundschaft zwischen ihnen. Einige Jahre später sehen sie sich auf einer Collegeparty wieder. Auch hier passiert nichts. Adam ist mittlerweile ganz Student und genießt das Leben, Emma studiert am MIT und ist entsprechend zurückhaltend und abgeklärt. Sie wollen etwas unternehmen und Emma bittet Adam sie bei „so einer Sache“ zu begleiten: es ist die Beerdigung ihres Vaters. Danach sehen sie sich einige Jahre wieder nicht, bis sie sich Ende Zwanzig zufällig auf einem Markt wiedersehen. Aber es geschieht wieder nichts.
Schließlich erfährt Adam, dass sein Vater eine Beziehung mit seiner Exfreundin hat, und zwar vermutlich seit der Trennung von Adam. Das wirft diesen so sehr aus der Bahn, dass er sich betrinkt und beschließt, alle Frauen aus seinem Handy anzurufen, bis eine bereit ist, mit ihm zu schlafen. Er landet bei Emma in der WG, aber sie hatten keinen Sex, wie er erfährt. Während er sich aber zum Gehen fertig macht, kommen sie sich näher und schlafen miteinander. Adam will danach immer wieder etwas mit Emma machen, diese blockt aber ab. Schließlich beschließen die beiden eine Sex-Freundschaft zu führen: jeder hat das Recht den anderen für Sex anzurufen, wann er will. Keine Lügen, keine Eifersüchteleien, keine Nähe. Das Drama nimmt seinen Lauf…

Erster Eindruck: Der Film ist erfrischend schnell, der Zuschauer wird auch schnell in das Geschehen eingeführt. Beide Figuren haben etwas sehr verschrobenes, eigenwilliges an sich, was die Neugierde weckt. Auch die Nebendarsteller sind lustig und unterhalten gut. Obwohl man natürlich schon am Anfang weiß, wie der Film ausgeht, möchte man doch unbedingt den Weg dorthin erfahren. Der Zuschauer ist gefesselt (der weibliche, wohl gemerkt!)

Fazit: Der Film ist lustig, schnell, und voller Verschrobenheiten. Ich mochte Natalie Portman in Star Wars noch nicht so gerne (da war sie so blass), in Black Swan hat sie mich dann fasziniert. Hier ist sie ganz anders, spielt eine starke Emma, die langsam sich selbst gegenüber zugeben muss, dass sie sich in Adam verliebt hat. Ashton Kutcher steht ihr dabei in Nichts nach, spielt einen selbstbewussten Adam, der aber auch eine sehr zarte, zerbrechliche Seite hat. Man merkt den Schauspielern die Lust am Spielen an, was mich als Zuschauer mitgerissen hat. Die Geschichte ist nicht sehr tiefgründig, aber gerade die Leichtigkeit, das Humorvolle und zugleich leicht Melancholische fand ich sehr herzerwärmend.
Ich kann den Film absolut für einen Mädelsabend oder für Liebeskummergeplagte empfehlen! Popcorn, Chips und Sekt dazu wären perfekt. Bei mir gabs nur Chips und Eistee ;o)

Für Fans von: Keinohrhasen, Little Miss Sunshine, Americas Sweethearts

Habt ihr den Film im Kino gesehen? Was haltet ihr von den beiden Hauptdarstellern?

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