[Gesehen] Jumper

Als der Film Jumper in die Kinos kam, wollte ich eigentlich unbedingt reingehen. Der Trailer versprach einen spannenden Actionfilm, also genau mein Ding. Aber leider fand sich kein Begleiter, deswegen bin ich doch nicht reingegangen.
Nun war wohl die Zeit reif, und der Film kam im Fernsehen. Also guckte ich ihn mir an, damit ich auch diesen Film von der „Noch-sehen-will“-Liste streichen kann. Im Vorfeld hatte ich mich bei TVSpielfilm schlau gemacht, was die über den Film sagen. Hier gabs nur einen waagrechten Daumen, was mich überraschte. Denn schließlich gibt es eine interessante Starbesetzung. Aber von Anfang an…
Um diesen Film konkret geht es:

Quelle: http://www.gedankendeponie.net/2008/04/13/filmriss-jumper/

Inhalt: Der junge Schüler Sam (Hayden Christensen) wird von seinen Mitschülern gehänselt und gemoppt. Dagegen kann seine langjährige Freundin Millie (Rachel Bilson)  auch nichts tun. Als er bei einer neuen Aktion eines Mitschülers beinahe im tiefgefrorenen See ertrinkt, teleportiert sich Sam mit einem Mal aus dem See in die Schulbibliothek. Er begreift, dass er sich mithilfe seiner Gedanken an jeden Ort, den er zumindest auf einem Foto mal gesehen hat, teleportieren kann. Also flieht er aus dem Haus seines ungeliebten Vaters und beginnt ein neues Leben als Jumper. Doch schon bald nehmen die Paladine, eine Gruppe religiöser Fanatiker, seine Spur auf. Sie sind davon überzeugt, dass nur Gott allein das Recht habe, überall sein zu können und machen Jagd auf die Jumper. Besonders der Anführer Roland (Samuel L. Jackson) ist von tiefem Hass getrieben.
Auf seiner Flucht vor den Paladinen trifft Sam auf Griffin (Jamie Bell), der seinerseits als Jumper Jagd auf die Paladine macht. Sam will sich ihm anschließen. Er begeht jedoch den schweren Fehler und macht Roland auf seine alte Jugendliebe Millie aufmerksam…

Erster Zuschauereindruck: Der Film führt den Zuschauer ohne viel Federlesen in den Film ein. Die Vorgeschichte ist nur so lang wie nötig und auch der Höhepunkt lässt nicht lange auf sich warten. Die Bilder sind für einen Actionfilm gewohnt schnell und bunt, das gefällt auf Anhieb. Es treten so beindruckende Schauplätze wie die Pyramiden in Ägypten oder das Colloseum in Rom ins Bild und die Special Effects wirken auch sehr überzeugend.

Fazit: Vielleicht war ich vorher schon müde oder gelangweilt, jedenfalls griff ich schnell zur Häkelnadel und verfolgte den Film hauptsächlich aus dem Augenwinkel. Ich bin zwar kein Fan von Hayden Christensen, aber in Star Wars konnte er mich faszinieren und mitnehmen. In diesem Film gelingt ihm das nicht. Er bleibt zu maskenhaft und distanziert. Andersherum bekommt er in dieser schnellen Handlung auch kaum Raum für große emotionale Aktionen. Da wirken die Liebesszenen mit Millie (Rachel Bilson) auch mehr wie Pflichtprogramm, als aus dem Herzen begründet. Einzig wirklich überzeugend in seinem Hass war Samuel L. Jackson als der Anführer der Paladine. Und auch Jamie Bell gelingt es, seine eher kleine Rolle als Griffin gut auszufüllen.
Dadurch, dass ich mich nicht wirklich in den Charakter Sam einfühlen konnte, die Einführung vielleicht doch zu schnell und oberflächlich blieb, riss mich der Film auch nicht wirklich mit. Die Actionszenen waren zwar toll anzusehen, das lag aber meistens an den bunten schnellen Bildern, der guten Kameraführung und den schönen Special Effects. Schade eigentlich, dass der Film nicht mehr bei mir erreicht hat, denn die Geschichte fand ich wirklich interessant. Deswegen wollte ich den Film damals auch im Kino sehen, zum Glück tat ich es nicht. Da hätten Regisseur Doug Liman und Drehbuchautor David S. Goyer (u.a.) mehr herausholen können.
Es ist also ein netter Film für Zwischendurch, nichts Großartiges, aber auch nichts wirklich Grottenschlechtes. Gesehen muss man ihn aber (leider) nicht haben.

One comment

  1. Nadja says:

    Diesen Film habe ich auch gesehen, aber er hat mich jetzt nicht vom Hocker gerissen. Wie du sagst, kann man mit den Charakteren nicht recht mitfühlen und alles wirkt sehr maskenhaft.

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