[Gesehen] My week with Marilyn

Die ausgeliehene DVD lag viel zu lange bei mir auf dem Schreibtisch. Das kann ich jetzt rückblickend sagen. Umso mehr möchte ich euch den Film ans Herz legen. Warum? Schaut euch dazu doch erst einmal den Trailer an.

 

MEINE ERWARTUNGEN Ich mag Michelle Williams schon seit Dawsons Creek sehr gerne. Also hoffte ich auf einen stimmungsvollen Film, eine wunderbare Michelle als Marilyn und viel Herz und Gefühl.
MEINE EINDRÜCKE Ich hatte zwar schon einige gute Kritiken zu dem Film gesehen, aber dennoch hätte ich nicht erwartet, gleich von der ersten Minute an gefesselt zu werden.
Der Film erzählt, wie Colin Clark als dritter Regieassistent an das Filmset von Der Prinz und die Tänzerin gelangt und dort die berühmte Marilyn Monroe zum ersten Mal leibhaftig sieht. Sofort ist er von ihr fasziniert und schon bald entspinnt sich eine denkwürdige Beziehung zwischen den beiden.
Auch wenn die amouröse Beziehung zwischen Colin und Marilyn nicht uninteressant ist, so steht im Film doch eigentlich die Figur, die Erscheinung Monroe im Vordergrund. Alles am Set beschäftigt sich mit ihrem Wohlbefinden, mit ihren Gesten und ihrer Schauspielkunst. Unter diesem Druck bricht Marilyn immer wieder zusammen, so dass die Dreharbeiten für alle sehr belastend sind und sehr lange dauern.
So wie die Filmschaffenden am Set und wie es wohl damals auf der ganzen Welt geschehen sein muss, ist auch der Zuschauer von My week with Marilyn sofort von dieser Frau fasziniert. Michelle Williams gelingt es ausnehmend gut, die Eigenarten, das Besondere von Marilyn einzufangen und wiederzugeben. Nicht selten hat man das Gefühl, dass die echte Monroe über die Mattscheibe läuft. Das Wechselspiel von Glamour und Trübsal, von tiefer Einsamkeit und Euphorie hat Michelle wirklich toll umgesetzt. Alles wirkt absolut authentisch und nicht überzeichnet. Aber auch die übrigen Figuren sind wirklich toll besetzt. Dank des Making of weiß ich auch, dass Kenneth Brannagh in der Rolle des Laurence Olivier auch seinem Original und Vorbild sehr nahe gekommen sein muss.
So hat man hier weniger ein Drama sondern eher eine dramatische Dokumentation.
Auch wenn ich euch oben den deutschen Trailer eingefügt habe, möchte ich euch unbedingt empfehlen, den Film auf englisch anzusehen. Das Englisch ist wirklich gut zu verstehen, so dass auch Ungeübte nicht allzu viel Schwierigkeiten haben sollten. In der deutschen Synchronisation geht leider eine Facette der Figur Monroe verloren, die Michelle wunderbar aufgenommen hat: die Klangfarbe und Melodie, mit der Marilyn zu sprechen pflegte.
Der Film hat keinen großartigen Spannungsbogen und keine wirklich fesselnde Handlung. Er lebt vielmehr von seinen Charakteren, insbesondere von der Darstellung von Marilyn. Mit diesem Streifen bekommt der Zuschauer einen realistischen Blick hinter die Fassade, hinter den Glanz und Prunk der Figur Marilyn. Man beginnt zu ahnen, wie belastend solch eine Figur auch noch in der heutigen Zeit für einen Schauspieler sein kann. Monroe selbst ist an ihr vermutlich kaputt gegangen. Aber genau dieser Blick hinter die Kulissen ist absolut spannend und etwas wirklich Besonderes.
FAZIT Unbedingt sehenswert und das nicht nur für Monroe-Fans! Der Film ist berührend, faszinierend und fesselnd. Ich war wirklich beeindruckt. Schaut euch auch das Making of dazu an, so bekommt ihr ein noch vollständigeres Bild von My week with Marilyn.

5Eulen

 

One comment

  1. Friedelchen says:

    Hallo liebe Honigbiene :-p
    Sofern ich deine Hinweise richtig entziffert habe, bist du meine Wichtelpatin. Vielen lieben Dank für das Paket und Percy Jackson, ich habe mich sehr gefreut! Frohe Weihnachten! :-)

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