[Im Kino] Happy New Year

Ich hatte es letztes Jahr, zum Jahreswechsel, irgendwie nicht geschafft, einen meiner Weihnachtsfilme wie Tatsächlich Liebe oder Das Wunder von Manhattan. Also ging es ab ins Kino zu Happy New Year!

Quelle: www.negativ-film.de

Der Originaltitel lautet New Year’s Eve und trifft es eigentlich besser. Warum man bei der deutschen Veröffentlichung immer den Titel ändern muss, bleibt mir ein Rätsel.

Inhalt: 18 Menschen in New York am Silvesterabend. Jeder trägt sein kleines Päkchen Leben: Randy (Asthon Kutcher) ist ein Silvestermuffel und bleibt mit der süßen Elise (Lea Michele) im Fahrstuhl stecken. Diese ist als Backgroundsängerin von Jenssen (Jon Bon Jovi) engagiert, der auf dem berühmten Maskenball am Time Square singen soll. Das Catering dafür richtet seine ehemalige Verlobte Laura (Katherine Heigl) aus. Dass die Kugel am Time Square Punkt 12 fällt, darum kümmert sich Claire (Hilary Swank), sie hat aber auch ein wichtiges Treffen um Mitternacht. Auch Sam (Josh Duhamel) muss um Mitternacht in New York sein und fährt deswegen durch den halben Bundesstaat. Ingrid (Michelle Pfeiffer) dagegen hat zum Jahresende ihre eigene To-Do-Liste geschrieben, die sie zusammen mit Paul (Zac Efron) abarbeiten möchte. Kim (Sarah Michelle Parker) wiederum sucht in der Stadt nach ihrer Tochter (Abigail Breslin), die am Time Square ihren Silversterkuss bekommen möchte…

Erster Eindruck: Das Filmplakat erinnert an Valentinstag. Ich wußte, dass es ein Film a la Tatsächlich Liebe sein sollte. Aber ich hoffte, dass es kein so enttäuschter Abklatsch wie Valentinstag werden würde. Ich war sofort von den verschiedenen Charakteren eingenommen, die erstaunlich gut und umfassend in der Kürze eingeführt wurden.

Fazit: Ich wurde nicht enttäuscht. Es war zum Glück kein schlichter uninspirierter Abklatsch wie Valentinstag. Der Film hat zwar stolze 118 Minuten, doch er nutzt diese wunderbar, um zu Beginn die besondere Stimmung des Silvesterabends aufkommen zu lassen. Gleichzeitig werden die Charaktere stark und berührend eingeführt, man wird neugierig, wer mit wem welche Beziehung hat und wie es wohl ausgehen würde. Die Starbesetzung war hier definitiv von Vorteil. So war jede Figur sofort präsent und in jeder Szene facettenreich dargestellt. Es war witzig zu sehen, welcher Star in welche Rolle schlüpfte. Highlights waren hierbei zum Beispiel Michelle Pfeiffer als schüchternes graues Mäuschen Ingrid oder Sofia Vergara als die spritzige Souschefin von Katherine Heigl.
Alles in allem hat der Film natürlich nicht viel überraschendes. Der Aufbau eines solchen Episodenfilms ist seit Tatsächlich Liebe bekannt. Aber anders als eben bei Valentinstag haben sich die Macher um Regisseur Garry Marshall wirklich Mühe gegeben, die gesamte Stimmung um Silvester gefühlsecht aufleben zu lassen. Natürlich ist es auch ein Schaulauf der Stars und Starlets, aber ihre ungewohnte Mischung und Zusammensetzung macht den Film amüsant und liebenswert.

Für Fans von: Tatsächlich Liebe, Valentinstag, Er steht einfach nicht auf dich

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