[Im Kino] Interstellar

Am Wochenende war ich mal wieder seit einer halben Ewigkeit im Kino. Wie es mir gefallen hat, könnt ihr heute hier lesen.

INHALT Die Erde wird von starken Sandstürmen heimgesucht und so langsam gehen den Farmern die Pflanzen ein. Für die Wissenschaftler steht fest: wenn die Menschen auf der Erde bleiben, werden sie das nicht überleben. Die NASA hat im Geheimen geforscht und drei mögliche Planeten in einer anderen Galaxie gefunden, die der Erde ähnlich sind und dem Menschen eine neue Heimat sein könnten. Cooper (Matthew McConaughey) und drei Wissenschaftler (darunter Anne Hathaway) machen sich auf die gefährliche Reise zu den fremden Sternen…

MEINE MEINUNG Der Film geht 2 Stunden und 20 Minuten. In manchen Kinos gibt es wohl eine Pause, bei uns war dies nicht so. Nach der Vorstellung war ich überrascht, dass ich die Pause auch nicht gebraucht habe und nicht einmal auf die Uhr gesehen hatte, um zu wissen, wie lange der Streifen noch geht. Ein gutes Zeichen.

Abgesehen von ein paar Logik-Schwächen vor allem zum Ende der Story hin, glänzt Interstellar mit faszinierenden Bildern, einer interessanten Zukunftsvision und spannenden Szenen. Diese wechseln sich zwar immer wieder mit ruhigeren Stellen ab, aber zu keiner Zeit überschritt der Regisseur Christopher Nolan für mich das Geduldsmaß.

An bekannten Schauspielern dabei waren Anne Hathaway, Matthew McConaughey, Matt Damon und Michael Kane. McConaughey hat mich persönlich überrascht, mag ich ihn nämlich eigentlich sonst nicht so. Aber seine Rolle als sorgender Vater, Abenteurer und kluger Teamführer stand ihm gut. Bis zum Schluss fand ich ihn überzeugend. Mit Anne Hathaway hatte ich Anlaufschwierigkeiten. Sie in der Rolle einer Wissenschaftlerin war ungewohnt und die weiche, weibliche Seite, die man ihr gegeben hat, gefiel mir auch nicht. Das machte sie gegenüber den Männern sehr schwach und ihre Haltung etwas unglaubwürdig.
Matt Damon spielte ebenfalls eine sehr interessante Figur, wenngleich man diese –hätte man den Film kürzen wollen– vermutlich weg lassen hätte können. Seine Schlüsselrolle wäre auch anderweitig aufzufangen gewesen.

FAZIT Musik, Szenerie und Schauspieler haben mir gut gefallen. Einzig der Plot hatte ein paar Schwächen, die vor allem am Ende meine Geduld herausgefordert haben. Interstellar ist ein spannender, unterhaltsamer Science Fiction-Film. Und ruft man sich genau das ins Gedächtnis, stimmt es auch milde gegenüber dem seichten Ende.
Wer Science Fiction mag, wem zum Beispiel Gravity gefallen hat, der kann sich mit Interstellar ruhig einen entspannten Kinoabend gönnen.

4Eulen

 

2 comments

  1. Julia says:

    Den Trailer des Films habe ich schon in der Vorschau gesehen und da hat er mich neugierig gemacht. Bisher habe ich es noch nicht ins Kino geschafft, aber vielleicht lässt sich mein Freund demnächst überreden :)

  2. RoM says:

    Boju, Melissa.
    Als Science Fiction-Fan der alten Schule weiß mich jeder filmische Beitrag, der über einen Krachbumm-Level hinaus lugt, zu freuen. ‚Inception‘ ist hier ein ideales Beispiel, weil zudem auch erfolgreich an der Kasse.
    Wie ich mich durch die Eindrücke zu Nolans Neuem lese, beschleicht mich das Gefühl, daß er & sein Bruder vielleicht besser weniger Stoff konkreter angepackt hätten.

    Daß sich dem Publikum dennoch keine Längen unangenehm aufdrängen, spricht für die Kunst des Meisters. Abstriche mußen die Nolans sich allerdings gefallen laßen, wenn sie den wissenschaftlichen Background hochhalten & dennoch Logiklöcher unterbringen.
    So von welchen Ressourcen die Untergrund-NASA ihr Projekt stemmt. Warum sie ausgerechnet in der Nähe eines Schwarzen Lochs nach einer neuen Heimat suchen läßt, oder wie die Am-Ende-Menscheit innerhalb weniger Jahre die Besiedlung des Sonnensystems bewerkstelligt.

    Es gibt aber unter Garantie viel seichtere Filme, die man/frau sich derzeit im Kino geben kann.

    bonté

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