[Im Kino] Into the Woods

Zwar bin ich alles andere als fit, da mein Rücken leider noch immer nicht wieder heile ist, aber einmal am Tag für zwei, drei Stunden raus gehen, das klappt schon. Am vergangenen Montag nutzte ich dieses Freigang für einen Gang ins Kino zu Into the Woods.

MEINE ERWARTUNGEN Ehrlich gesagt, hatte ich nur wage eine Ahnung davon, worum es in dem Film gehen sollte. Ich dachte mir, dass es so ein Märchenfilm a la Spieglein, Spieglein oder Snow White and the Huntsman. Ich mag Märchen und ich bin immer neugierig auf moderne Verfilmungen. Da kann ja nicht viel schief gehen, oder?

MEINE EINDRÜCKE Was war ich vielleicht überrascht, als die Herrschaften auf der Leinwand anfingen zu singen! Zwar hatte mir meine beste Freundin vorher erzählt, dass Into the Woods in Britannien ein sehr bekanntes Bühnenstück ist, aber so richtig weitergedacht, habe ich da nicht. Nun, das gibt mir Gelegenheit, euch meine ganz große Schwäche zu beichten (falls ich das nicht schon einmal getan habe?): ich liebe Musicalfilme. Ich hab ein paar Zuhause und zu bestimmten Stimmungen hole ich sie heraus und singe mit. Aber immer allein!

Zurück zum Film. Aufgrund meiner Schwäche war ich entsprechend begeistert ob der Überraschung. Ich will jedoch vorweg warnen: es ist bei Into the Woods ähnlich wie bei Les Misérables: es gibt nur sehr wenig gesprochene Sätze. Dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man sich überlegt, den Film anzusehen.
Der Cast ist sehr hochkarätig besetzt mit unter anderem Meryl Streep (tolle Frau!), Johnny Depp (der hat zum Glück nur eine sehr kleine Rolle), Emily Blunt, Chris Pine und Billy Magnussen. Aber auch die Kinderrollen wurden gut ausgewählt und so waren eigentlich alle durchweg recht ansehnlich.

Inhaltlich mischt das Musical mehrere bekannte Märchen wie Rotkäppchen, Rapunzel, Aschenputtel und Jack und die Bohnenranke (der im Film seltsamerweise Hans heißt) miteinander, was zu Anfang wirklich gut gelingt, zum Ende hin dann leider etwas wirr wird. Die einzelnen Erzählstränge hören manchmal etwas merkwürdig und überraschend auf. Den Abgang der Hexe (Meryl Streep) habe ich zum Beispiel nicht so richtig verstanden.

FAZIT Die Lieder haben mir alle gefallen und so mancher verspricht Ohrwurmqualität. Wenngleich die Handlung ein paar Längen und Schwächen am Ende hat, war sie doch unterhaltsam und zum Teil recht witzig. Die Verfilmung ist sehr liebevoll, bildgewaltig und mit tollen Charakteren. Wer Musicals und Märchen mag, dem kann ich den Film empfehlen.

IN DREI WORTEN märchenhaft, unterhaltsam, humorvoll

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