Mein Urlaub in Amsterdam, Teil 1

Ich hab ein bisschen überlegt, wie ich euch von meinem Urlaub in Amsterdam erzählen möchte. Ich habe mich entschieden, zwei Beiträge zu machen, da es sonst viel zu lang würde. Im ersten Teil geht es mehr um die Reiseplanung. Im zweiten Teil folgen dann meine Highlights und Tipps im Überblick.

Das Transportmittel

In Amsterdam ist es eher schlecht mit dem Auto zu fahren. Zum einen sind die Parkplätze sehr teuer (gerne mal vier Euro pro Stunde!) und zum anderen liegen die meisten Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum, sind damit also schlecht mit dem Auto zu erreichen. Deshalb würde ich euch eine Anreise mit dem Auto nur empfehlen, wenn eure Unterkunft (kostenlose) Parkplätze hat und ihr vielleicht noch das Umland besichtigen wollt. Ansonsten empfiehlt sich immer eine An- und Abreise mit der Bahn oder dem Flugzeug. Wir haben ersteres gewählt. Innerhalb von Amsterdam gibt es folgende öffentliche Verkehrsmittel: Metro (eher spärlich verzweigt), Tram (schon ziemlich gut) und Bus (auch gut). Und natürlich gibt es noch das Fahrrad. Und hier muss ich sagen: das, was man sich von Amsterdam und Fahrrädern erzählt, stimmt. Es gibt unglaublich viele, die Fahrradfahrer fahren wie hierzulande die Autofahrer, überall klingelt und schimpft es. Aufregend, aber auch manchmal etwas nervenaufreibend, wenn man die Straße überqueren will. Denn: selbst wenn es fast überall breite, separate Spuren für Fahrräder gibt – die meisten halten sich nicht daran! Also immer schön links-rechts-links gucken, bevor man über die Straße geht.

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Fahrräder kann man in Amsterdam bei verschiedenen Unternehmen und an vielen Orten mieten. Das kostet im Schnitt mit Versicherung etwa 10 Euro am Tag. Wir haben es nicht gemacht, da wir relativ dicht am Zentrum wohnten und so super zu Fuß gehen konnten. Mein Tipp: geht lieber zu Fuß, da seht ihr mehr und müsst nicht ständig auf den Verkehr achten!

Die Übernachtung

Wie in jeder Großstadt auf der Welt, möchte ich sagen, bietet Amsterdam an Übernachtungsmöglichkeiten alles, was man will: Hotel, Hostel, Ferienwohnungen, private Zimmer. Im August kostet ein Hotelzimmer mindestens 40-45 Euro aufwärts die Nacht (pro Person!) in einem einfachen Hotel. Im Hostel ist es ähnlich, wenn man ein Zweibettzimmer haben möchte. Aber auch die Mehrbettzimmer sind je nach Buchungszeitraum relativ teuer, ohne Frühstück und nur mit Gemeinschaftsdusche auf dem Flur. Mein Tipp: nutzt das große Angebot der privaten Vermietungen! Da gibt es zum Beispiel die beiden Plattformen wimdu.de und Airbnb.de, wo man ganz nach eigenen Ansprüchen und Vorlieben ein Zimmer schon ab 30 Euro die Nacht (im August) buchen kann. Man spart also locker die Hälfte Geld. Wir waren sehr glücklich mit unserer Wahl: unser Gastgeber war ein echter Amsterdamer, sehr nett und hilfsbereit. Sein Appartement lag direkt an der Amstel und nur 20 Minuten zu Fuß von der Innenstadt entfernt. Es war übrigens ein echtes Amsterdamer Haus: schmal, mit steilen Treppen. Weiterer Vorteil: ihr habt eine Küche und könnt euch selbst verpflegen.

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Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Eigentlich ist Amsterdam selbst schon eine Sehenswürdigkeit. Geht einfach mal die Grachten entlang und bewundert die schöne (und manchmal sehr eigenwillige) Architektur. Die Häuser sind platzsparend dicht aneinander gebaut, schmal und nach hinten gezogen. Generell empfiehlt sich eine Reise nach Amsterdam vor allem für jene, die an Kultur und Architektur interessiert sind. (Die Gras-Touristen nehme ich jetzt mal aus) Es gibt viele Museen, Kirchen, historische Plätze und Bauten in der Stadt. Achtung: fast alles kostet Eintritt, selbst die Kirchen!

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Es gibt die Must-See-Sehenswürdigkeiten. Dazu zählen meines Erachtens nach: die Grachten, der Museumplein, der Albert-Cuyp-Markt, der Dam, der Rembrandtplein und das Cheese Museum.
Die Can-See-Sehenswürdigkeiten sind so ziemlich alles andere. Aber vor allem vielleicht: das Rotlichtviertel (auch bei Tag interessant), der Blumenmarkt, der botanische Garten (Hortus Botanicus) und das Anne-Frank-Haus.

Ich höre schon die ersten beim Anne-Frank-Haus aufschreien. Warum das für mich kein Must-See ist? Weil ich denke, dass es, wie bei allem, darauf ankommt, was man mag. Ich mag Museen sehr gerne, mein Freund nicht unbedingt. Und einen Besuch im Anne-Frank-Haus muss man dringend im Voraus planen! Entweder rechnet man mehrere Stunden Wartezeit an der Kasse ein oder man bucht von zu Hause übers Internet eine der im Kontingent begrenzten Karten. Mein Tipp: Auch bei Museen und anderen Attraktionen lohnt sich unter Umständen ein Besuch der Internetseite. Bei vielen Häusern kann man so Geld und Zeit sparen!

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Hier geht es zu Teil 2

4 comments

  1. Ahnungslose Wissende says:

    Hui, also so gerne ich auch Fahrrad fahre, aber in Amsterdam würde ich dann wohl lieber auch zu Fuß gehen, wenn ich das so lese.
    Danke für den Tipp mit wimdu- das werde ich auf jeden Fall für den nächsten Urlaub im Auge behalten :)

    Liebe Grüße…

  2. RoM says:

    Grüß Dich, Melissa.
    Ich hoffe Du hast den Open-Air-Abend un-durchgefroren überstanden; wie kam die Darbietung von Miss Melua an? Eine gute Show erwärmt ja auch.
    Reichlich frühherbstlich für August…

    Ein gutes „Basiscamp“ ist das A&O für den angenehmen Urlaub, denke ich. Und mit dem Eurigen habt Ihr ja ein richtig gutes Los gezogen.
    Gelungene Fotos – das eine Haus erinnert irgendwie an „Bates Hotel“. *
    Auf Deinem Eigenportrait erscheinst Du wie erfahrene Reisejournalistin on location.

    bonté

    * ‚Psycho‘ :-)

    • Melissa G says:

      Hallo,
      ich war schon ziemlich verfroren, als ich nach Hause kam. Aber es hat sich gelohnt: live ist die Dame viel besser als auf Platte, weil abwechslungsreicher.
      Oh ja, du hast recht mit dem Haus! Ich wußte gleich, dass es mir so bekannt vorkommt ;-)
      Aber wie die erfahrene Reisejournalistin sehe ich nun wirklich nicht aus…. dann hätte ich viel mehr und viel bessere Fotos gemacht.

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